Was , wenn das Gutachten des (freien) Sachverständigen fehlerhaft ist?

Sachverständige sind auch nur Menschen und machen auch mal einen Fehler. Nach aktuell einhelliger Meinung der Gerichte müssen daher auch die Kosten für ein fehlerhaftes Gutachten von der gegnerischen Seite mit getragen werden, da die Arbeit des Sachverständigen einen Beitrag zur Wiederherstellung des Schadens darstellt – eben auch dann, wenn dabei ein Fehler gemacht wurde. Anders verhält es sich freilich, wenn der Geschädigte diesen Fehler aufgrund von Falschangaben, etwa verschwiegene Vorschäden oder mittels manipuliertem Kilometerzähler, provoziert hat. Ebenfalls werden die Kosten des Sachverständigen nicht erstattet, wenn dieser wissentlich und willentlich und ohne Zutun des Geschädigten das Gutachten fehlerhaft gestaltet. In diesem Fall stehen dem Geschädigten jedoch Schadensersatzansprüche gegen den Gutachter zu.