Kostenvoranschlag: Gutachter oder Werkstatt?

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Was ist sinnvoller? Ein Kostenvoranschlag der Werkstatt oder eines Kfz-Gutachters?

Die Aufgabe eines Gutachters ist es, den Arbeitsaufwand zur Wiederherstellung eines Schadens exakt und gemäß seiner Erfahrung abzuschätzen. In diesem Rahmen erstellt der Sachverständige einen vollumfänglichen Kostenvoranschlag beinhaltend aller vorzunehmenden Arbeiten, benötigten Teile und voraussichtlichen Kosten. Der Kostenvoranschlag des Gutachters ist dem der Werkstatt vorzuziehen, da dieser sach- und fachgerecht bemessen ist und den Schaden mit Bildern umfassend dokumentiert. Kostenvoranschläge stellen nicht das Kerngeschäft einer Werkstatt dar. Ein Sachverständiger hingegen ist auf die Erstellung von Kostenvoranschlägen und der Kalkulation von Schäden spezialisiert.

Durch die Erstellung eines Kostenvoranschlags durch einen Sachverständigen, kann jederzeit ein nachträgliches Gutachten über den Schaden erstellt werden. Bei der Anfertigung eines Kostenvoranschlages kann der Gutachter seine Empfehlung hierzu aussprechen, ob gegebenenfalls ein Kfz-Gutachten für Sie und Ihren Schadenersatz besser ist. Das wäre der Fall, wenn durch den Schaden an Ihrem Fahrzeug zum Beispiel eine Wertminderung entsteht. Ein weiterer Vorteil von einem Kostenvoranschlag eines Gutachters besteht darin, dass die regulierenden Versicherer Kostenvoranschläge von Gutachtern reibungsloser akzeptieren.

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Ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt birgt das Risiko der Kostenfalle!

Für die Erstellung eines Kostenvoranschlags verrechnen die Werkstätten circa zehn Prozent der ermittelten Schadensumme. In der Regel werden diese Kosten bei einer Reparatur Ihres Wagens in eben dieser Werkstatt später verrechnet. Beispiel: Die Werkstatt ermittelt die Schadenhöhe bei Ihrem Fahrzeug auf 3.500 Euro. Daraus folgend fallen Kosten für den Kostenvoranschlag in Höhe von 350 Euro an.

Vorsicht, hierbei kann eine Kostenfalle für Sie entstehen.

Sie entscheiden sich gegen eine Reparatur um sich das Geld ausbezahlen zu lassen (fiktive Abrechnung). Die Kosten, die für die Erstellung des Kostenvoranschlages angefallen sind, werden jedoch nicht von der gegnerischen Versicherung übernommen. Die Versicherer erstatten hierfür eine Pauschale von lediglich 100 Euro. Ein Kfz-Gutachter hingegen verrechnet aufgrund seiner Kenntnis über die Regulierungspraxis von vorneherein maximal 100 Euro für einen Kostenvoranschlag.

Fazit: folgende Vorteile bietet der Kostenvoranschlag eines Kfz-Gutachters:

  • Der Kfz-Gutachter berät den Geschädigten vor Ort, ob in dessen Fall ein Gutachten oder ein Kostenvoranschlag vorteilhafter ist.
  • Ein Kostenvoranschlag eines Kfz-Gutachters bemisst den entstandenen Schaden exakter und fachgerechter.
  • Seriöse Kfz-Gutachter verrechnen meistens nur ein Honorar, das auch von dem regulierenden Versicherer übernommen wird.
  • Der Kostenvoranschlag eines Sachverständigen bietet Ihnen jederzeit die Möglichkeit aus den vorhandenen Daten ein Kfz-Gutachten erstellen zu lassen.