Ist ein Kfz-Gutachten vor Gericht zugelassen?

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Ist ein Kfz-Gutachten ausreichend für einen Gerichtsprozess?

Ja, eine Anerkennung Ihres Gutachtens ist vor Gericht möglich.
Eines der Hauptgründe für ein Kfz-Gutachten jeglicher Art ist, dass ein bestimmter Wert, ob es nun der einer Arbeit, einer Reparatur oder eines Objektes (hier: Fahrzeug) objektiv beurteilt, festgehalten und belegt werden kann. Diese Bewertungen gelten dann in einem Prozess als Basis für jegliche Ansprüche, die der Fahrzeughalter gegenüber einem Dritten (der gegnerischen Versicherung) geltend machen möchte.

Eine Ausnahme bildet jedoch das Kurzgutachten. Dieses hat vor Gericht in der Regel keinerlei Beweisfunktion, da es – wie der Name schon sagt – nicht umfassend genug ist. Das herkömmliche Schadengutachten ist folglich ein sogenanntes Privatgutachten oder auch Parteiengutachten, um Ansprüche aus einem Schadenereignis geltend zu machen. Bei Streitigkeiten zwischen zwei Parteien, ist es häufig der Fall, dass dies letztendlich vor Gericht endet.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem privaten Kfz-Gutachten und einem Gerichtsgutachten?

Ein klassisches Kfz-Gutachten wird meistens für den Geschädigten erstellt und beziffert den entstandenen Schaden durch einen Verkehrsunfall. Das Gerichtsgutachten hingegen wird im Auftrag des Gerichts erstellt,  um bei Streitigkeiten festzustellen, ob die geforderten Schadenpositionen und Ansprüche gerechtfertigt sind.

Dies geschieht oft, wenn der Geschädigte und der Schädiger aufgrund von Streitigkeiten vor Gericht ziehen und sich der Richter eine dritte neutrale und unabhängige Meinung einholen will. In diesem Fall beauftragt der Richter einen öffentlich bestellten und vereidigten Kfz-Sachverständigen, der die streitgegenständlichen Positionen aus sachverständlicher Sicht zu beurteilen hat.

Was kostet ein Gerichtsgutachten?

Ein Gerichtsgutachten ist in der Regel sehr aufwendig und sehr teuer. Der Gerichtsgutachter muss grundsätzlich beide Ansprüche, also das Gutachten des Geschädigten sowie das Gutachten oder die Erwiderungen des Schädigers, ausführlich überprüfen. In vielen Fällen erfolgt eine Gegenüberstellung beider Fahrzeuge. Der Gerichtsgutachter beurteilt anschließend beide Gutachten und äußert sich zu fehlerhaften oder unangemessenen Positionen der Schadenersatzforderung.

Das hierbei entstehende Gerichtsgutachten liegt kostenmäßig oft in einer Größenordnung zwischen 2.000€ und 3.500 €. Diese Kosten sind grundsätzlich erst einmal vom Kläger zu verauslagen und werden bei Erfolg des Gerichtsprozesses später vom Angeklagten erstattet. Bei einer bestehenden Rechtsschutzversicherung, streckt diese Gutachtenkosten in der Regel vor.

Sollten Sie nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall ein Kfz-Gutachten benötigen, welches auch vor Gericht Beweiskraft hat, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Unsere Kfz-Gutachter sind darauf spezialisiert, Schadengutachten zu erstellen, die jederzeit vor Gericht haltbar sind und Ihnen die Sicherheit geben, einen Gerichtsprozess schadlos zu überstehen.