Grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr

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Was ist unter grobe Fahrlässigkeit im Kfz Versicherungsrecht zu verstehen?

Der Begriff Grobe Fahrlässigkeit kann wie folgt definiert werden: Der Verkehrsteilnehmer der im Verkehr die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt handelt somit grob fahrlässig. Hierbei muss die Sorgfaltspflicht in einem besonders schwerem Maße verletzt worden sein, in dem zum Beispiel ganz einfache und naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden. Der Begriff Grobe Fahrlässigkeit ist in den Allgemeinen Kraftverkehrsversicherungsbedingungen (AKB) der meisten Versicherungen als Ausschlussgrund festgelegt.

Die Versicherung verweigert seine Leistung aufgrund grober Fahrlässigkeit:

Der Versicherer kann insbesondere bei grober Verletzung der Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr seine Leistungen verweigern. Sollte somit Ihre Versicherung in einem Schadenfall nachweisen können, dass der Unfall mit einer angemessenen Sorgfalt hätte vermieden werden können, kann sie hier jegliche Schadensersatzleistungen verweigern.

089 Gutachten - Placeholder

Beispiele für grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr:

  • Fahren unter Alkoholeinfluss. Der Alkoholkonsum am Steuer ab einem Promille Grenze von 0,5 % stellt den Straftatbestand der groben Fahrlässigkeit dar. Wer nicht mehr in der Lage ist sein Fahrzeug sicher zu führen handelt somit grob fahrlässig.
  • Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 %. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um fasst 100 % überschreitet handelt regelmäßig fahrlässig und vorsätzlich. Da der Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf genommen hat andere Verkehrsteilnehmer durch sein Fahrverhalten zu gefährden, liegt hier der Straftatbestand der groben Fahrlässigkeit vor.
  • Wer in eine Kreuzung einfährt obwohl die Ampelanlage „rot“ zeigt handelt ebenfalls grob fahrlässig.

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Kontaktieren sie unsere Kfz-Gutachter über: 089 856 350 32