Grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr

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Was ist unter grober Fahrlässigkeit im Kfz Versicherungsrecht zu verstehen?

Der Begriff grobe Fahrlässigkeit kann wie folgt definiert werden: Der Verkehrsteilnehmer, der im Straßenverkehr die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt, handelt grob fahrlässig. Hierbei muss die Sorgfaltspflicht in einem besonders schwerem Maße verletzt worden sein, indem zum Beispiel ganz einfache und naheliegende Überlegungen nicht angestellt wurden. Der Begriff grobe Fahrlässigkeit ist in den Allgemeinen Kraftverkehrsversicherungsbedingungen (AKB) der meisten Versicherungen als Ausschlussgrund festgelegt.

Kann die Versicherung die Leistung aufgrund grober Fahrlässigkeit verweigern?

Der Versicherer kann, insbesondere bei grober Verletzung der Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr, seine Leistungen verweigern. Sollte Ihnen Ihre Versicherung in einem Schadenfall nachweisen können, dass der Unfall mit einer angemessenen Sorgfalt hätte vermieden werden können, kann sie hier jegliche Schadensersatzleistung verweigern.

Grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr
Grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr

Beispiele für grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr:

  • Fahren unter Alkoholeinfluss. Der Alkoholkonsum am Steuer ab einer Promillegrenze von 0,5 stellt den Straftatbestand der groben Fahrlässigkeit dar. Wer nicht mehr in der Lage ist, sein Fahrzeug sicher zu führen handelt demnach grob fahrlässig.
  • Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100%. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um fasst 100% überschreitet handelt regelmäßig fahrlässig und vorsätzlich. Da der Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf genommen hat, andere Verkehrsteilnehmer durch sein Fahrverhalten zu gefährden, liegt hier der Straftatbestand der groben Fahrlässigkeit vor.
  • Rote Ampel: Wer in eine Kreuzung einfährt obwohl die Ampelanlage rot zeigt, handelt ebenfalls grob fahrlässig.

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