Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall

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Was bedeutet Schmerzensgeld nach einem unverschuldetem Unfall?

Wer beim Verkehrsunfall verletzt wird, hat grundsätzlich Anspruch auf Schmerzensgeld. Lediglich bei geringfügigen Verletzungen, bei denen das körperliche Wohlbefinden so gut wie gar nicht oder nur bedingt beeinträchtigt wurde, sprechen die Gerichte diesen Anspruch nicht zu.

Unser Kfz-Sachverständigenbüro Zwez informiert Sie über das Thema Schmerzensgeld und alles was hierzu zu beachten ist.

Was ist Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld ist eine finanzielle Entschädigung für einen körperlichen oder psychischen Schaden einer Person, der durch einen Verkehrsunfall verursacht wurde. Dieser könnte beispielsweise Traumata, Fakturen, Schnittverletzungen oder Quetschungen sein.

Was bedeutet Schmerzensgeld nach einem unverschuldetem Unfall?
Wann bekomme ich nach einem Unfall Schmerzensgeld?

Wann steht einem Geschädigten das Schmerzensgeld zu?

Sollten nach einem Verkehrsunfall bemerkbare körperliche Schäden auftreten, hat der Geschädigte einen berechtigten Schmerzensgeldanspruch. Dieser hängt allerdings von einigen Faktoren ab. Der Geschädigte muss für einen rechtmäßigen Anspruch auf Schmerzensgeld folgende Kriterien nachweisen:

  • Der Geschädigte sollte erhebliche Verletzungen durch den Verkehrsunfall erlitten haben.
  • Der Verkehrsunfall ist die unmittelbare Ursache der körperlichen Verletzung.
  • Hat der Unfallverursacher vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt?

Wie hoch ist der Anspruch auf das Schmerzensgeld?

Die Höhe des Schmerzensgeldes ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es bemisst sich anhand folgender Faktoren:

  • Ausmaß und Umfang der Verletzungen
  • Umfang und Dauer der ärztlichen Behandlung
  • Einschränkungen im Alltag und Beruf
  • Dauer der Arbeitsunfähigkeit
  • Folgekosten und Folgeschäden
  • Fehlende Einsicht des Unfallverursachers oder dessen Versicherung

Die genaue Höhe des Anspruches auf Schmerzensgeld wird über sogenannte Schmerzensgeldtabellen ermittelt.

Wer übernimmt die Erstattung des Schmerzensgeldes?

Bei der Regulierung des Schmerzensgeldes unterscheidet man zwischen verschuldet oder unverschuldeten Beteiligten an einem Verkehrsunfall. Das Schmerzensgeld, das dem Geschädigten (also dem unverschuldeten Beteiligten) zusteht, wird von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernommen.

Welche Fristen gelten bei der Erstattung des Schmerzensgeldes?

Wenn Sie unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden und daraus einen körperlichen Schaden erlitten haben, können Sie innerhalb von drei Jahren das Schmerzensgeld beim Schädiger oder bei dessen Versicherung einfordern. Nach Ablauf dieser 3 Jahre ist der Anspruch auf die Erstattung eines Schmerzensgeldes verjährt.

Es existieren jedoch auch folgende Ausnahmen:

  • Sollte ein Rechtsstreit vor Gericht bezüglich des Schmerzensgeldes stattfinden, so wird die Verjährung gehemmt.
  • Sollte ein so massiver körperlicher Schaden durch den Verkehrsunfall verursacht worden sein und weitere Folgeschäden unbekannt sein, so wird die Frist der Verjährung auf 30 Jahre verlängert.
  • Ebenfalls gilt bei einem Unfall mit Personenschäden und darauffolgende Fahrerflucht eine Verjährung von 30 Jahren.

Was ist bei Schmerzensgeld zu beachten?

Für einen Anspruch auf Schmerzensgeld steht der Anspruchsteller allerdings in voller Beweispflicht. Um Verletzungen und Schmerzen zu beweisen und den Anspruch auf Schmerzensgeld darzulegen, dient der Besuch bei einem Facharzt als Beweismittel.

Hierbei sollte der Besuch bei einem Facharzt relativ zeitnah nach dem Schadenereignis stattfinden, um vor einer Abheilung der Verletzungen eine korrekte Beweissicherung durchzuführen.

Als weitere Beweismittel dienen beispielsweise:

  • Ein Polizeibericht, der gegebenenfalls entstandene Verletzungen dokumentiert
  • Aussagen von Zeugen über den Unfallhergang und die Intensität
  • passender Schadenumfang am beschädigten Fahrzeug zur Schwere der Körperverletzung
  • medizinische Gutachten
  • Übersicht sämtlicher Folgekosten

Zudem sollte ein Schmerzen-Tagebuch geführt werden, da dieses bei der Regulierung der gegnerischen Versicherung eingefordert wird. Um Sie zusätzlich von emotionalen Belastungen durch die generische Versicherung zu entlasten, steht Ihnen nach einem Verkehrsunfall das Recht auf einen Anwalt zu.

Ihr Schverständigenbüro Zwez rät, sich vor dem Kontakt mit der Versicherung, juristisch beraten zu lassen. Das Verfahren über die Erstattung des Schmerzensgeldes ist oftmals langwierig und kann zu einem Rechtsstreit führen. Durch die anwaltliche Vertretung, kann Ihnen dies eventuell erspart bleiben.