Unkostenpauschale oder Aufwandspauschale nach einem Unfall

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Was bedeutet die Unkostenpauschale oder Aufwandspauschale nach einem Kfz Unfall?

Was ist eine Unkostenpauschale?

Im Haftpflichtschadenfall kann der Geschädigte Ersatz für seinen Aufwand und die ihm durch den Unfall entstandenen Nebenkosten verlangen. Hierzu zählen Kosten für Telefonate, Porto und sonstige Ausgaben. Da diese Kosten meist nicht genau nachgewiesen werden können, wird oftmals ein Pauschalbetrag als Ausgleich zugestanden. Wer allerdings eine genaue Erstattung aller Unkosten von der gegnerischen Versicherung erhalten will, sollte eine detaillierte Aufstellung der tatsächlich angefallenen Kosten erstellen.

Zweck der Unkostenpauschale:

Der Zweck der Unkostenpauschale besteht darin, die Geltendmachung von Ansprüchen zu vereinfachen. Um zu vermeiden, dass alle Belege, Rechnungen oder Quittungen aufgehoben und an die Versicherung zur Prüfung geschickt werden müssen, wird hier ein Pauschalbetrag festgelegt. Eine Kostenpauschale vereinfacht das Prozedere, indem es immer ein stets gleichbleibender Betrag ist.

Wie hoch ist die Unkostenpauschale?

Der Pauschalbetrag liegt aktuell im Bereich von 25 € bis 30 €, je nach Gerichtsstand, und kann ohne weiteren Nachweis eingefordert werden. Entstehen höhere Kosten, so sind diese im Einzelfall nachzuweisen.

Wie erhalten Sie die Aufwandsentschädigung?

Damit Sie die Unkostenpauschale in Höhe von ca. 30 € erhalten, müssen Sie lediglich bei der regulierenden Versicherung die Erstattung des Pauschalbetrages beanspruchen. Eine mögliche Formulierung hierfür wäre wie folgt: „Bitte erstatten Sie, die mir zustehende Unkostenpauschale in Höhe von 30 € auf folgendes Konto …“.