Wiederbeschaffungswert (Auto): Wie wird er berechnet?

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Was ist der Wiederbeschaffungswert eines PKW?

Der Wiederbeschaffungswert sagt aus, wieviel man auf dem Gebrauchtwagenmarkt für ein nach Art und Zustand vergleichbares Auto zahlen müsste, um dieses ersatzweise wieder zu beschaffen.

Es ist somit der Geldbetrag, den der Geschädigte aufwenden muss, um bei einem seriösen Fahrzeughändler ein gleichartiges und gleichwertiges Fahrzeug zu erwerben.

Wie wird der Wiederbeschaffungswert ermittelt?

In die Ermittlung fließen Merkmale wie Fahrzeugmarke, Modell, Ausstattung, Sonderausstattung, die Laufleistung, Anzahl der Vorbesitzer, Fahrzeugzustand, Kilometerstand, Erstzulassung, Fälligkeit von Haupt- und Abgasuntersuchung und gegebenenfalls festgestellte Vor- und Altschäden ein. Des Weiteren können auch wertbeeinflussenden Faktoren einschließlich der regionalen und saisonalen Marktlage Preisunterschiede hervorrufen.

Die Region, in der man lebt, spielt eine ausschlaggebende Rolle, da die Fahrzeugpreise in finanzstarken Gegenden in der Regel höher sind als in anderen Landesteilen. Die Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes erfolgt in den meisten Fällen bei der Erstellung eines Schadengutachtens.

Welche Rolle spielt der Wiederbeschaffungswert bei einem Haftpflichtschaden?

Die Berechnung des Wiederbeschaffungswertes spielt eine wichtige Rolle für die Schadenregulierung. Vor allem wenn es um die Beurteilung geht, ob eine Reparatur nach einem Unfallschaden noch im Verhältnis zum Fahrzeugwert steht. Denn sollten die kalkulierten Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen, spricht man von einem wirtschaftlichen Totalschaden.

Eine Reparatur wäre dann theoretisch nicht mehr lohnend. Der Schadenersatz richtet sich in diesem Fall nach dem Wiederbeschaffungswert in Verrechnung mit dem Restwert Ihres Fahrzeugs und stellt den sogenannten Wiederbeschaffungsaufwand dar.

Beispiel-Rechnung für den Wiederbeschaffungsaufwand:

Wiederbeschaffungswert 8.000 €
Reparaturkosten 12.000 €
Restwert 1.500 €

In diesem Fall beträgt der Wiederbeschaffungsaufwand 6.500 €

Der Wiederbeschaffungsaufwand (6.500 €) ist die Summe, die Sie von der gegnerischen Versicherung erhalten. Der Restwert (1.500 €) ist der Geldbetrag, den Sie von dem Aufkäufer erhalten, der Ihr unfallbeschädigtes Fahrzeug ankauft. Beides zusammen ergibt somit den Wiederbeschaffungswert in Höhe von 8.000 €.

Wie ist der Wiederbeschaffungswert bei Oldtimern?

Bei Oldtimern kann der Wiederbeschaffungswert sogar über dem Neuwert liegen, da die historischen Fahrzeuge bei Liebhabern oftmals hohe Sammlerwerte erzielen.
Zur Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes eines Oldtimers benötigen Sie ein Oldtimergutachten.

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