Restwert eines Autos

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Was versteht man unter dem Restwert eines Kraftfahrzeugs?

Der Restwert, welcher auch in sehr enger Verbindung mit dem Begriff des wirtschaftlichen Totalschadens steht, bezeichnet umgangssprachlich den materiellen Wert, den ein Fahrzeug nach einem Schadensereignis noch hat (vorausgesetzt, dass noch keine Reparatur stattgefunden hat). Meistens handelt es sich nur noch um den reinen Materialwert des Fahrzeuges oder um diverse Bauteile, die sich noch gut verkaufen lassen.

Ab wann wird der Restwert benötigt?

Der Restwert muss dann erst eingeholt werden, wenn die Schadenshöhe 70% vom Wiederbeschaffungswert überschreitet, hier spricht man von der 70% Grenze. Sollte es zu einem Totalschaden kommen, muss ein Restwert zwangsläufig eingeholt werden. Da hier für die Regulierung der Restwert benötigt wird.

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Was versteht man unter den Restwert eines Kraftfahrzeugs?
Restwertermittlung eines Unfallfahrzeugs

Wie wird der Restwert ermittelt?

Die Ermittlung des Restwertes beschränkt sich im Wesentlich darauf, dass der Kfz-Sachverständige bei seriösen Aufkäufern ermittelt, was das verunfallte Fahrzeug mit dem Schaden noch Wert ist. Zur Ermittlung des Restwertes kann der Sachverständige entweder auf regionale Aufkäufer oder auf sogenannte Restwertbörsen zugreifen. Hierbei wird das Fahrzeug mit dem entstandenen Schadenumfang und Lichtbildern den Aufkäufern zur Angebotsabgabe präsentiert. Die Restwertaufkäufer bieten einen entsprechenden Ankaufspreis für das beschädigte Fahrzeug.

Unter allen eingegangenen Angeboten und unter Berücksichtigung der regionalen Lage, ist das Höchstgebot dann der entsprechende Restwert für Ihr Gutachten. Der BGH hat bereits zweimal darüber entschieden, dass bei der Restwertermittlung nur Gebote von seriösen Händlern vor Ort im Umkreis von 100 km zu berücksichtigen sind. Steht der Restwert des verunfallten Fahrzeuges fest, ist es von Vorteil den Pkw unverzüglich zum Restwert zu verkaufen, um somit eventuell anfallende Standkosten zu vermeiden.

Hinweis:

Zur Definition des Restwertes hat der BGH bereits am 04.06.1993 entschieden, dass der Geschädigte bei Ausübung der Ersetzungsbefugnis des § 249 Abs. 2 BGB die Veräußerung seines beschädigten Kraftfahrzeugs grundsätzlich zu dem Preis vornehmen darf, den ein von ihm eingeschaltener unabhängiger Sachverständiger als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat.Auf höhere Ankaufpreise spezieller Restwertaufkäufer, muss der Geschädigte sich in aller Regel nicht verweisen lassen. Den Restwert ermittelt ein unabhängiger Sachverständiger unter Berücksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten.

Basics zum Restwert im Überblick:

  • Sie, als Geschädigter, dürfen Ihr Fahrzeug nach einem Unfall zu dem höchsten Restwert unverzüglich verkaufen.
  • Sie müssen nicht abwarten, ob die Versicherung Ihnen ein höheres Restwertgebot vorlegt.
  • Sie dürfen Ihr Fahrzeug an jede Person zum ermittelten Restwert verkaufen.
  • Wenn die gegnerische Haftpflichtversicherung ein höheres Restwertangebot vorlegt und Sie haben das Fahrzeug noch nicht verkauft, müssen Sie, als Geschädigter, dieses Angebot warnehmen und dürfen Ihr Fahrzeug nicht mehr zu dem vom Sachverständigen ermittelten Restwert veräußern.
  • Verkaufen Sie Ihr Fahrzeug in einem unreparierten Zustand zum Restwert, erlischt Ihr Anspruch die Abrechnung der fiktiven Reparaturkosten.
  • Sie dürfen Ihr Fahrzeug nicht mehr verändern und zum Beispiel Teile aus dem Auto ausbauen. Das Fahrzeug muss in dem Zustand verkauft werden, wie es für die Restwertermittlung präsentiert wurde.