Muss der Schaden für die ausgewiesene Schadensumme behoben werden?

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Muss der Geschädigte sein Fahrzeug exakt für die im Gutachten ausgewiesene Schadensumme reparieren lassen, oder reicht eine Teilreparatur?

Nein, eine Schadensbehebung laut Gutachtensumme ist nicht erforderlich. Allerdings wird dies empfohlen. Das Kfz-Gutachten dokumentiert exakt die Kosten zur Wiederherstellung Ihres Fahrzeugs durch eine zertifizierte Fachwerkstatt. Im Grunde steht es Ihnen frei, wo, wie und ob Sie überhaupt am Ende Ihren Wagen reparieren lassen. Nachdem die Schadensumme ausbezahlt wurde (fiktive Abrechnung), können Sie frei über den Betrag verfügen. Bitte bedenken Sie, dass bestimmte Posten, beispielsweise eine Ausfallentschädigung oder Mietwagenkosten für die Zeit der Reparaturdauer, erst ersetzt werden, wenn Sie einen entsprechenden Reparaturnachweis vorlegen. Ebenfalls wird auch erst nach Vorlage einer Reparaturrechnung die im Gutachten ausgewiesene Mehrwertsteuer auf die Reparaturarbeiten ausgezahlt.

Der Geschädigte kann sich natürlich für eine Teilreparatur entscheiden. Ein Beispiel für eine Teilreparatur wäre, bei einem Seitenschaden, bei dem neben der Karosserie auch zwei Felgen beschädigt wurden, alle Instandsetzungs- und Lackierarbeiten an der Fahrzeugseite durchführen zu lassen, die beiden Felgen jedoch nicht zu ersetzen. In diesem Fall würde der Geschädigte die Kosten für die Erneuerung der Felgen ausbezahlt bekommen und die Kosten für die Teilreparatur würde von der Versicherung gemäß Rechnung erstattet werden. Somit kann sich der Geschädigte ein Teilbetrag der Schadensumme auch immer nach eigenem Ermessen ausbezahlen lassen.