Wie ist ein Kfz-Gutachten aufgebaut?

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Inhalt und Aufbau eines Kfz-Gutachtens im Überblick:

Ein sach- und fachgerecht erstelltes Kfz-Gutachten besteht im Wesentlichen immer aus den folgenden Teilen: einer Zusammenfassung (sogenannte Nationale) auf der ersten Seite, die über die Fahrzeugdaten aufklärt, dem dokumentierten Schadensumfang, Beitexten zur Wertminderung, Reswertermittlung, Reparaturzeit, u.a., dann folgen die dokumentarischen Fotos und schließlich die Schadenkalkulation.

Wie ist der Inhalt eines Kfz-Gutachtens im Detail aufgebaut?

Ein beweiskräftiges Kfz-Gutachten sollte mindestens folgende detaillierte Angaben enthalten um eventuell vor Gericht verwendbar und haltbar zu sein:

1. Zusammenfassung:

  • Anschrift Besteller
  • Gutachten-Nummer
  • Besichtigungsort, Besichtigungsadresse, Besichtigungsdatum
  • Auftragsdatum und Auftraggeber
  • Kennzeichen
  • Fahrzeughalter
  • beauftragter Kfz-Sachverständiger
  • Betreff (Haftpflichtschaden, Kaskoschaden, Zeitwertermittlung)
  • Schadensumme
  • Wertminderung
  • Restwert
  • Wiederbeschaffungswert
  • Nutzungsausfallklasse und Mietwagenklasse
  • Reparaturdauer, Wiederbeschaffungsdauer
  • Angabe zu Abzügen
  • gegebenenfalls Angabe zu Vor- und Altschäden

2. Nationale:

  • Kennzeichen
  • Fahrgestellnummer
  • Fahrzeugart
  • Fahrzeugaufbau
  • Anzahl der Türen
  • Fahrzeughersteller
  • Typbezeichnung
  • Angaben zur Hauptuntersuchung
  • Laufleistung
  • Motorart
  • Motorleistung
  • Hubraum
  • Farbe
  • Erstzulassung
  • Bereifung
  • Reifengröße
  • Angabe zu den Profiltiefen
  • Fahrzeugzustand
  • Serienausstattung
  • Sonderausstattung

3. Schadenumfang

  • Aufzählung des Schadenumfangs im Wesentlichen
  •  entstehende Reparaturkosten
  • Angaben zu Ersatzteilpreisen und Herstellerrichtpreisen
  • Angaben zur Reparaturdauer
  • Informationen zum Anschlussbereich
  • gegebenenfalls eine Plausibilitätsprüfung

4. Beitexte

  • Wiederbeschaffungswert
  • Angaben zur Besichtigung
  • Informationen zum Besichtigungszustand
  • Angaben zu Vor- und Altschäden
  • Angaben zur Wiederbeschaffungszeit
  • Ermittlung eines Restwertes inklusive verbindlichen Kaufangeboten
  • Informationen zu den verwendeten Stundenverrechnungssätzen
  • Einschätzung, ob ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt
  • Einschätzung, ob Reparaturwürdigkeit vorliegt
  • Informationen zu den Instandsetzungskosten
  • Stempel, Datum und Unterschrift des verantwortlichen Sachverständigen

5. Schadenkalkulation

  • Benennung aller Ersatzteile und Ersatzteilpreise
  • Aufführung aller Arbeitsschritte und Richtzeiten
  • alle Lackierpositionen und Lackierkosten
  • Zusatzpositionen und Nebenkosten
  • mögliche Reparaturkosten Ausweitungen
  • Angaben zu Stundenverrechnungssätzen und Ersatzteilzuschlägen

6. Lichtbildanlage / Bildsatz

  • Fotodokumentation der Rundumansicht des beschädigten PKWs
  • Fotodokumentation der Fahrgestellnummer und des Kilometerstandes
  • Übersichtsaufnahme Schadenbereich
  • Detailaufnahmen der Einzelbeschädigungen
  • Fotodokumentation der Vor- und Altschäden
  • gegebenenfalls ein Lichtbildnachweis eines Servicehefts